Das
Weingut, das mit Hervé Joyaux-Fabre eine ursprünglich französische
Besitzerfamilie hat, ist mit 47 Hektar für argentinische Verhältnisse
eher klein und vielleicht von daher am besten geeignet, solche
Malbec-Experimente erfolgreich zu machen.
DAS ANBAUGEBIET
70 Prozent der Anbaufläche Argentiniens - und damit etwa die
Hälfte der südamerikanischen - liegen im Staat Mendoza. Das ist
derselbe Breitengrad, der auch die nordafrikanischen Anbaugebiete
berührt, nur dass hier am Fuß der Anden die Reben zum Teil in
großer Höhe wachsen. Das Klima ist meist trocken, und die großen
Rebflächen müssen häufig bewässert werden - ideales Terrain für
riesige Weinkellereien, die nach europäischem Maßstab als Giganten
bezeichnet werden dürfen. Zunehmend etablieren sich jedoch auch
kleinere Weingüter mit dem Ziel, Spitzenweine zu erzeugen, die im
internationalen Vergleich standhalten können.
DIE
REBSORTE
Malbec
gehört zu den bekannten Rebsorten des Bordeaux-Gebietes und
ist in Frankreich in insgesamt rund 40 Departements verbreitet,
wobei sie häufig auch als Côt bezeichnet wird. Sie wird gern
als Verschnittsorte benutzt, reift früher als der Cabernet
Sauvignon und ist, reinsortig ausgebaut, ein mittlerer bis guter
Rotwein, der gerne als ausgeglichen oder harmonisch beschrieben
wird.
DER WEIN
Dieser Malbec ist von einer solchen Intensität und
Konzentration, dass er auch als „Barolo Südamerikas“ gelten
könnte, wie ein weiblicher Fan es kürzlich formuliert hat. Im Glas
beeindruckt er durch ein „schwarzes“ Rot mit lila Reflexen, das
sich im vollen Glas als fast schwarz, im leicht gefüllten als
Granatrot präsentiert. Ein würziger Duft nach schwarzen Kirschen,
auch nach Sauerkirschen; Zimt und Kaffee, mit etwas
Vanille-Akzent, ähnlich im Geschmack stark profiliert, samtig bis
ein wenig rau am Gaumen, eine ungeheure Kraft, ein langer Nachhall
- ein gewissermaßen urtümlicher Wein. Eine Verfeinerung durch
Lagerung ist sicherlich zu erwarten. Zu kräftigen Fleischgerichten
passt er jetzt schon. Die dürfen gut gewürzt sein, üppig und
intensiv; wie der Wein.
BEZUGSQUELLE
ÜBER:
Harald L. Bremer
Efeuweg 3
38104 Braunschweig
Telefon: 05 31 / 23 73 60
Telefax: 05 31 / 37 30 22
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