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Ein Spitzenwein vom einfachen Malbec
Fabre-Montmayou 1994 - Mendoza / Argentinien

Malbec Fabre-Montmayou 1994

Arnaud Mellian ist Ökologe - Experte, Argentinier mit einem französischen Namen und zu Hause in Vistalba. Vistalba ist ein Ort der Region Mendoza und liegt mehr als 1000 Meter über dem Meer und genau hier, so meint Mellian, sei die allerbeste Zone zum Anbau des Malbec, der in Frankreich eigentlich für eher mittlere Weine bekannt ist.

Wahrscheinlich ist Mellian die Nummer eins für Malbec in Argentinien, sicher aber wird er von dem erklärten Ehrgeiz beflügelt, Jahr für Jahr zumindest ein Jahrzehnt lang den besten Malbec seines Landes zu keltern. Dabei gilt ihm die Ökologie als oberstes Gesetz, denn er verwendet weder chemischen Dünger noch Herbizide. 

Das Weingut, das mit Hervé Joyaux-Fabre eine ursprünglich französische Besitzerfamilie hat, ist mit 47 Hektar für argentinische Verhältnisse eher klein und vielleicht von daher am besten geeignet, solche Malbec-Experimente erfolgreich zu machen.

DAS ANBAUGEBIET
70 Prozent der Anbaufläche Argentiniens - und damit etwa die Hälfte der südamerikanischen - liegen im Staat Mendoza. Das ist derselbe Breitengrad, der auch die nordafrikanischen Anbaugebiete berührt, nur dass hier am Fuß der Anden die Reben zum Teil in großer Höhe wachsen. Das Klima ist meist trocken, und die großen Rebflächen müssen häufig bewässert werden - ideales Terrain für riesige Weinkellereien, die nach europäischem Maßstab als Giganten bezeichnet werden dürfen. Zunehmend etablieren sich jedoch auch kleinere Weingüter mit dem Ziel, Spitzenweine zu erzeugen, die im internationalen Vergleich standhalten könne
n.

DIE REBSORTE
Malbec gehört zu den bekannten Rebsorten des Bordeaux-Gebietes und ist in Frankreich in insgesamt rund 40 Departements verbreitet, wobei sie häufig auch als Côt bezeichnet wird. Sie wird gern als Verschnittsorte benutzt, reift früher als der Cabernet Sauvignon und ist, reinsortig ausgebaut, ein mittlerer bis guter Rotwein, der gerne als ausgeglichen oder harmonisch beschrieben wird.

DER WEIN
Dieser Malbec ist von einer solchen Intensität und Konzentration, dass er auch als „Barolo Südamerikas“ gelten könnte, wie ein weiblicher Fan es kürzlich formuliert hat. Im Glas beeindruckt er durch ein „schwarzes“ Rot mit lila Reflexen, das sich im vollen Glas als fast schwarz, im leicht gefüllten als Granatrot präsentiert. Ein würziger Duft nach schwarzen Kirschen, auch nach Sauerkirschen; Zimt und Kaffee, mit etwas Vanille-Akzent, ähnlich im Geschmack stark profiliert, samtig bis ein wenig rau am Gaumen, eine ungeheure Kraft, ein langer Nachhall - ein gewissermaßen urtümlicher Wein. Eine Verfeinerung durch Lagerung ist sicherlich zu erwarten. Zu kräftigen Fleischgerichten passt er jetzt schon. Die dürfen gut gewürzt sein, üppig und intensiv; wie der Wein.



BEZUGSQUELLE ÜBER:
Harald L. Bremer
Efeuweg 3
38104 Braunschweig
Telefon: 05 31 / 23 73 60
Telefax: 05 31 / 37 30 22

 
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