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Die Welt der Aromen

1998 Muskateller Auslese 
Weingut Schloss Ortenberg

1998 Muskateller Auslese Weingut Schloss Ortenberg

Das Weingut heißt wie das den wunderschönen Terrassenweinberg über Ortenberg beherrschende Schloss. Es liegt in der Ortenau und nahe der Stadt Offenburg - und beide, der Ortenau-Kreis und die Stadt Offenburg sind die Träger dieses repräsentativen und mit seinen Weinen auch für die Repräsentation genutzten Weingutes. 

Seine Ursprünge gehen über den Sankt-Andreas-Hospital-Fonds in das Jahr 1500 zurück, als Bürger der Region dem bereits 200 Jahre bestehenden Hospital zwei Rebhöfe stifteten. 

Heute ist es mit 42 Hektar Rebfläche das größte kommunale Weingut Deutschlands - und nach guter badischer Art mit besonderen Weinspezialitäten am Markt. So werden neben Riesling und den Burgundersorten auch Gewürztraminer und Scheurebe, Chardonnay, Sauviguon blanc und Cabernet Sauvignon angebaut. Eine besondere Spezialität aber ist die uralte Traditionssorte, die wegen ihrer schwierigen Anbaubedingungen und ihres niedrigen Ertrages heute zur Rarität geworden ist: der Muskateller.

DAS ANBAUGEBIET
Baden ist Burgunderland. Insbesondere beim Grauburgunder und Spätburgunder liegt Deutschlands südlichstes Anbaugebiet qualitativ vorn - bewiesen durch viele Erfolge in den Wettbewerben. Baden steht jedoch auch für Wein-Vielfalt. Der badische Winzer liebt seine Spezialitäten, wohl auch weil er in einem Grenzland wohnt mit zwei weinbautreibenden Ländern als Nachbarn: Frankreich und die Schweiz. So wird auch der Muskateller noch bei einigen Weingütern gepflegt, wobei zu bemerken ist, dass er neben Baden in Deutschland nur noch für Franken, die Pfalz und Württemberg zugelassen ist.

DIE REBSORTE
Plinius der Ältere hat um 60 nach Christus eine Rebsorte beschrieben, die damals als uva apiana bezeichnet wurde. Das deutet auf einen Ursprung in Kleinasien hin und damit gleichzeitig auf die Urheimat der Kulturreben überhaupt. Tatsächlich wurde der Muskateller früher auch als „Noah-Rebe“ bezeichnet. Texte in Chroniken belegen, dass schon Kaiser Barbarossa und Karl der Große Freude am Muskateller-Wein hatten. 

Der Name geht offensichtlich auf den deutlichen Muskatgeschmack zurück. Korrekt müsste diese Rebsorte als „gelber Muskateller“ bezeichnet werden, da es auch einen „roten Muskateller“ gibt. Sie benötigt gute Lagen und bringt dennoch geringen Ertrag. Hohe Mostgewichte, die zu einem Auslese-Wein benötigt werden, sind selten und nur mit größter Sorgfalt im Weinberg zu erreichen.


DER WEIN
Mit einem hellen Bernsteingelb glänzt er blitzblank im Glas. Daraus erhebt sich ein gewaltiges Bukett, als stehe dort ein ganzer Korb exotischer Früchte. Rosenduft ist noch dabei und der von Holunderblüten. Beim Reinschmecken erweitert sich das Spektrum: Mango, Aprikose, Guava, etwas Vanille, dazu der Geschmack dieser kleinen, intensiven Ananasfrüchte - der Entdeckerfreude nach weiteren Aroma-Akzenten ist keine Grenze gesetzt. 

SPEISEEMPFEHLUNG
Selbstverständlich passt er zu Gänseleber, aber auch zu Terrinen vielerlei Art und zu süß-sauren Happen ist diese Auslese ein wunderbarer Begleiter. Sie schmeckt ebenso zu vielen Käsesorten, vom mild-würzigen Chaumes bis zum Blauschimmelkäse nach Art des Roquefort.



BEZUGSQUELLE ÜBER:
Weingut Schloss Ortenberg
Am Sank / Andreas 1
77799 Ortenberg
Telefon: 07 81 / 93 43-0
Telefax: 07 81 / 93 43-20

 
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