|
|
Weintrio
aus Würzburg
1999er Franken Cuvée als
Gemeinschaftsaufgabe
|
 |
|

|
Würzburg verfügt über
drei Spitzen- weingüter, die gleichermaßen eine große
Tradition, repräsentatives Gebäude und hervorragendes Image
haben: Bürgerspital zum Heiligen Geist, Staatlicher Hofkeller und
Julius-Spital. Jeder dieser Würzburger „großen Drei“ hat
seine fränkische Spezialität bei den Rebsorten - gemeinsam ist
ihnen jedoch der Müller-Thurgau, dessen Schöpfer - Prof. Müller
aus dem Schweizer Kanton Thurgau - in diesem Jahre (2000) hundertfünfzig
Jahre alt geworden wäre.
|
Zur Feier dieses
Geburtstages widmen die drei Edel-Weingüter, die unverändert
als repräsentativ für das besondere Weinland Franken stehen,
eine gemeinsame Cuvée unter dem Namen „Die Drei“, dem wohl
berühmtesten Rebenveredler
DAS ANBAUGEBIET
Franken ist selbstverständlich schon deswegen ein besonderes
Weinland, weil es das sogenannte Bocksbeutel-Privileg hat, also
die schon früh erteilte staatliche Garantie, dass Weine in
dieser besonderen Flaschenform nur aus Franken kommen. (Vier
kleine Bocksbeutel-Inseln gibt es auch in Baden, Orte, die in
das Privileg einbezogen wurden.) Franken ist jedoch auch deshalb
besonders, weil es aus Rebsorten, die anderswo eher als Massenträger
gelten und wenig Renommee haben, besondere Weinqualitäten
erzielt: Das gilt insbesondere für die Traditionssorten
Silvaner und Müller-Thurgau, die dank der fränkischen Böden
einen besonderen Charakter haben. Die dritte Besonderheit schließlich
ist der Begriff „Fränkisch trocken“, der für die Tatsache
steht, dass die fränkischen Weine als einzige Deutschlands
unter der Bezeichnung „trocken“ höchstens 4 Gramm Restsüße
haben dürfen, während anderswo doppelt so viel erlaubt ist.
DIE
REBSORTE
Sicher
ist, dass Prof. Müller aus dem Thurgau die nach ihm benannte
Rebsorte durch Kreuzung einer anderen Rebe mit der
Rieslings-Rebe gewonnen hat. Unsicher ist dagegen, welche
Rebsorte diese andere Rebe war; denn als man feststellte, dass
die neue Kreuzung interessante Ergebnisse erbrachte, war nicht
mehr sicher, wer als Kreuzungspartner gedient hatte. Lange Zeit
gingen die Fachleute davon aus, dass die so entstandene Neuzüchtung
aus Riesling mal Silvaner gewonnen wurde, und dies war auch der
Grund für die staatlicherseits erlaubte Alternativbezeichnung
„Rivaner“, die man heute auf vielen Flaschen der Sorte Müller-Thurgau
findet. Neuere Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass Müller-Thurgau
eine Kreuzung aus Riesling und Gutedel ist, und der Geschmack
des hier vorliegenden Weins scheint dies zu bestätigen.
DER WEIN
Er
steht mit einem transparenten Gelbgrün im Glas, entwickelt im
Duft, wenn er gut gekühlt ist, eine frische, zarte Fruchtigkeit
in Richtung Apfel und Aprikose, die er im Geschmack ebenfalls
deutlich erkennen lässt. Trotz merklicher, aber zurückhaltender
Säure wirkt er recht rund und weich und repräsentiert damit
einen eher mediterranen Weintyp mit einer sehr breiten Eignung
zum Essen: Von der fränkischen Brotzeit über alle mild
zubereiteten Fleisch- und Fischgerichte, über Nudelgerichte und
Zubereitungen der fleischlosen Küche bis hin zu exotischen
Speisen und zum Spargelgericht sowie milden Käsen ist er ein
harmonischer Essensbegleiter.
BEZUGSQUELLEN
ÜBER:
Julius-Spital
Würzburg
Klinikstraße 1
97070 Würzburg
Telefon 09 31 / 393 -14 00
Ebenso über die „Mitherausgeber“:
Staatlicher Hofkeller
Residenzplatz 3
97070 Würzburg
Telefon: 09 31 / 3 05 0921
Telefax: 09 31 / 3 05 09 33
oder
Bürgerspital Zum Heiligen Geist
Theaterstraße 19
97070 Würzburg
Telefon: 09 31 / 35 28 80
Telefax: 09 31 / 3 50 34 79
|
|
|