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Ein
„deutscher Franzose“ von der Grenze
Sekt Kageneck - Blanc de Noirs 1994
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Die Grafen von Kageneck hatten ihren Sitz immer unmittelbar
an der französischen Grenze. Ihr Name ist heute in ganz
Deutschland bekannt - über den Sekt, der nach ihrem Schloss
benannt wurde: „Schloss Munzingen“.
Unter diesem Namen wagte die Gräflich von Kageneck'sche Wein- und
Sektkellerei als Tochter des Badischen Winzerkellers vor Jahren
das Experiment, einen Sekt gehobener Preisklasse in den
Lebensmittel-Einzelhandel zu bringen. Er ist bis heute der mit
Abstand erfolgreichste Winzersekt, der je in Deutschland auf den
Markt kam. Die Edelmarke dieses Erzeugers aus Breisach im
Kaiserstuhl heißt aber „Kageneck“.
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Und weil der Ortsrand Breisachs gleichzeitig die Grenze zum
französischen Nachbarn ist - drüben liegt das Elsass - lag es
nahe, unter diesem Namen auch einen Sekt in der traditionellen
Art Frankreichs anzubieten: weiß, aber aus den roten Trauben
des Spätburgunders hell gekeltert.
DAS ANBAUGEBIET
Der
Kaiserstuhl grenzt an das Markgräflerland, und dort, wenige
Kilometer von Breisach entfernt, ist dieser Spätburgunder auf
Juragestein mit der ebenso typischen Lößauflage gewachsen.
Anders als in anderen deutschen Weinbaugebieten haben die
Badener, und insbesondere die Kaiserstühler und Markgräfler,
ihre Weine immer in erster Linie als Essensbegleiter gesehen.
Schließlich besitzen diese beiden Regionen die national höchste
Dichte guter Restaurants und können auf diesem Gebiet sicher
auch weltweit konkurrieren. So steht selbstverständlich auch
die Sektbereitung unter der Maxime einer idealen kulinarischen
Einordnung.
DIE
REBSORTE
„Pinot Blanc de Noirs“ steht auf der Flasche, und das heißt
nach badischem Brauch, dass ein Pinot noir, also Spätburgunder,
weiß gekeltert wurde. (Alle roten Weintrauben geben beim
Pressen zunächst weißen Saft. Die Farbe kann erst dann in den
Wein kommen, wenn der Most längere Zeit mit der Maische, also
den farbgebenden Beerenhäuten, in Berührung bleibt.) Da
Kageneck ausschließlich reinsortige Weine versektet, wurde auch
dieser weiße Spätburgundermost nach der ersten Gärung ohne
Verschnitt auf die Flasche gebracht.
DER SEKT
Ein exotisch-fruchtiger
Duft, kräftiges Gelb nach Bernsteinart, schönes, feines
Perlen, lang anhaltend. Die Kellermeister Manfred Vitt und
Rainer Roßwog haben diesen Sekt aus klassischer Flaschengärung
bei der Restsüße im oberen Brut-Bereich gehalten. So schmeckt
er eher rund als herb, und die Fruchtaromen, die im Geschmack
wiederkehren, werden von dieser hochfeinen Restsüße getragen.
Schon von daher empfiehlt sich eine niedrige Trinktemperatur von
nur 7 Grad Celsius, damit neben der Frucht auch die Frische
merkbar ist. So schmeckt er dann nicht nur als typischer Apéritif,
sondern auch hervorragend zu feinen Köstlichkeiten eines kalten
Buffets - insbesondere zu Meeresfrüchten.
BEZUGSQUELLE
ÜBER:
Gräflich
von Kageneck'sche Wein- und Sektkellerei
Kupfertorstraße 35
79206 Breisach am Rhein
Telefon 0 76 67 / 901-121
Telefax 0 76 67 / 901-100
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