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Champagner

Der Milde mit dem Brut-Akzent
1998 Pinot-Sekt vom Sektmacher Klaus Herres

Pinot Brut von Klaus Herres

1998 wurde er von der deutschen Landwirtschafsgesellschaft als bester deutscher Sekterzeuger geehrt, und 1999 kam die Doublette und damit die Sensation: Klaus Herres stand bei der DLG-Prämierung in Berlin wiederum als Erster auf dem Treppchen. 

Dabei hatte die Entwicklung des St. Laurentius Sekthauses (so der heutige Betriebsname) im Moselweinort Leiwen vor etwa einem Jahrzehnt eher bescheiden mit 30 Flaschen begonnen, die der Weingutsbesitzer Klaus Herres hobbymäßig und testweise vergären ließ. 

Die meisten platzten und der Geschmack stimmte auch nicht gerade euphorisch. Klaus Herres aber ließ nicht locker, machte mit Begeisterung weiter, lernte - auch in der Champagne, mit der er heute eine sehr enge Beziehung unterhält - ständig dazu und ist heute mit seinen vielen höchst individuellen Cuvées qualitativ einer der ganz Großen. Nun pilgern umgekehrt auch schon immer mehr junge Champagner-Erzeuger zu ihm - und aus den 30 Flaschen des ersten Jahrgangs sind inzwischen über 100000 geworden. Die jedoch verteilt auf einige Rebsorten und ihre verschiedenen Cuvées. Wobei der Riesling immer noch die Hauptrolle spielt, aber - dank der Champagne-Verbindung - Klaus Herres auch viel Spaß an Experimenten mit Burgunder-Weinen hat.  

DAS ANBAUGEBIET 
Nach (und neben) der Champagne wurde in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg die Mosel mit ihrem „Sparkling Moselle“ berühmt. Noch heute ist sie Inbegriff für kernige, rassige Sekte auf Riesling-Basis oder auch vom Elbling, der insbesondere an der Obermosel als Spezialität angebaut wird. Heute ist die Mosel weltweit die Nummer 1, was die Vielfalt der Winzersekte angeht. Es sind jährlich einige tausend verschiedene Erzeugnisse, die auf dem Markt sind.

DIE REBSORTE
In Frankreich sind die Weine der Pinot-(Burgunder-)Familie traditionell die typischen Grundweine für verschiedene Sektspezialitäten - nicht nur in der Champagne. Dort wird - ebenso traditionell - der Spätburgunder (Pinot Noir) unmittelbar nach dem Keltern, also noch weiß und ohne die Farbe, die aus den Beerenhäuten kommt, als Sektgrundwein ausgebaut und eventuell mit anderen Pinot-Sorten verschnitten. 

Neuerdings gehen viele, insbesondere jüngere Champagner- Erzeuger, den Weg ihrer deutschen Kollegen, indem sie rebsortenreine Champagner auf den Markt bringen. Klaus Herres lässt sich dagegen mit der hier vorgestellten Pinot Spezialität die Möglichkeiten des Verschnitts offen, um über die Kunst des Cuvées, dieses typische Geschmacksbild zu erzeugen.


DER SEKT
Er ist „Brut“ laut Etikett, aber als Rückmeldung schon nach dem ersten Schluck keineswegs herb, sondern eher weich und üppig. Er macht sich optisch wunderbar im Glas mit seinem feinen Mousseux mit seiner hellen Goldgelb- und Lachsfarbe, seinem Duft nach Honig, dem Hefegör und dem Bukett, das nur reife Burgunderweine haben. (Cuvée aus 45 % Spätburgunder, hell gekeltert, 40 % Weißburgunder, 15 % Riesling). Viel Spiel der Fruchtaromen im Geschmack: da ist Quitte und Sternenfrucht, aber auch Lychee gleich am Gaumen - ein milder Sekt und dennoch nicht breit der „Brut-Akzent“ macht ihn lebendig, elegant - und ideal zu Vorspeisen, zu Appetithappen und zu einigen Fischgerichten (testen Sie ihn einmal mit Hummer an einer Vinaigrette aus kaltgepresstem Traubenkernöl!). Er passt auch zu hellem Fleisch, vorzugsweise mit einer Soße, zu der dieser Sekt die Grundlage gibt.


BEZUGSQUELLE ÜBER:
Klaus Herres
Laurentiusstraße 2
54340 Leuten
Telefon: 0 65 07 / 38 36
Telefax: 0 65 07 / 38 96

 

 
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