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Der
trockene „Pastetenwein“
Gewürztraminer von Ed. Weegmüller
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Das Weingut liegt in Haardt (einem Ortsteil von Neustadt /
Haardt), unmittelbar an der Haardt, jenem Gebirgs-Zug, der dem
Weinbaugebiet Pfalz sein mediterran warmes Klima beschert.
Als Schweizer Auswanderer ließen sich die Weegmüllers 1651 in
der Pfalz nieder und begannen mit dem Weinbau. Jetzt, in der 11.
und 12. Winzergeneration, kam endlich der große Durchbruch: Vor
wenigen Jahren noch waren in keinem Weinführer zu finden, dann
aber kamen der Top-Ten-Erfolg im Q-Test (Pfalz-Championat: 2.
Platz beim Riesling!), einige andere vordere Plätze in Qualitätsvergleichen
und die Aufnahme als „Aufsteiger“ in einen Wein-Guide.
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14,5 Hektar Rebland bewirtschaftet die Familie Weegmüller-Scherr
in Haardter, Gimmeldinger und Muflbacher Lagen, etwa ein halber
Hektar ist mit Gewürztraminer bestanden und erbringt noch
wesentlich weniger, als die durchschnittlich 7000 Liter pro
Hektar, die normalerweise geerntet werden.
DAS ANBAUGEBIET
„Mandelring“ heißt eine der Lagen, in der Ed. Weegmüller
begütert ist, und die rosa Blütenpracht der frühen Mandelblüte
ist nicht nur eine Art Markenzeichen der Pfalz, sondern auch
Beweis für die Richtigkeit des häufigen Klima-Vergleichs mit
der Toskana. Dazu passt auch die genussorientierte Pfälzer
Lebensart, die immer weinbezogen ist. Riesling ist auch in der
Pfalz die Rebsorte Nummer eins, die großen Gewinner jüngsten
Qualitätsstrebens sind daneben aber die Burgundersorten und
Spezialitäten wie der Gewürztraminer.
DIE
REBSORTE
Als
„Roter Traminer“ steht er im Rebsortenverzeichnis. Ob der
„Gewürztraminer“ lediglich eine andere Bezeichnung oder
eine - noch würzigere - Spielart des Traminers ist, bleibt
unter den Experten auch weiterhin umstritten. (In Baden wird er
übrigens auch als „Clevner“ bezeichnet, wobei die Erzeuger
darauf schwören, dass sich ihre Reben - und Weine natürlich! -
vom üblichen Gewürztraminer unterscheiden.) Die Rebe ist
anspruchsvoll, der Ertrag niedrig. Ernteausfälle sind häufig.
DER WEIN
Traminertrauben
müssen reif und gesund geerntet werden, sonst wird das typische
Geschmacksbild nicht erreicht. Bei dieser Spätlese hat sich die
naturnahe und auf geringe Mengen ausgerichtete Anbauweise der
Winzerfamilie wunderbar ausgezahlt: Der Rosenduft erfüllt das
Probenzimmer schon beim Einschenken und dann schmeckt man auch
Rose, wobei das wörtlich zu nehmen ist, denn Rosenblüten sind
durchaus essbar. Herrlich würzig auf der Zunge, fruchtig am
Gaumen (karamelisierte Aprikose und Orange) und dann ein langer,
üppiger Abgang. Nicht aufdringlich, nicht sättigend.
Wohlgemerkt: Der Wein ist trocken.
Und dennoch passt er herrlich zu fast allen Pasteten, bei denen
man ansonsten restsüße Weine einsetzen würde - sogar zur Gänseleber-Pastete.
Ebenso ist er als Aperitif geeignet. Übrigens: Das
Preis-Leistungs-Verhältnis dieses Weines darf als „sehr
gut“ bezeichnet werden.
BEZUGSQUELLE
ÜBER:
Weingut
Weegmüller
Mandelring 23
67433 Neustadt-Haardt
Telefon: 0 63 21 / 8 37 72
Telefax: 0 63 21 / 48 07 72
Internet:
http://www.weegmueller-weine.de/
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