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RHEINGAU MIT
FINESSE
1999 RIESLING AUSLESE
ELTVILLER SONNENBERG
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INGE KESSLER ist die Seele, das Zentrum, der gute Geist nicht
nur der großen Familie, sondern auch der über die Maßen
erfolgreichen Gutsschänke. Da gibt es ihre ausgezeichneten und
soliden Gerichte zu essen - und den Wein vom Ehemann.
Klaus-Peter Kessler, im Rheingau gelegentlich auch KPK genannt, so
wie es auf seinem Etikett steht, engagiert sich seit vielen Jahren
für sein Anbaugebiet - und für die Qualität der eigenen Weine.
Mit zunehmendem Erfolg, wie es sich bei Vergleichsproben in jüngster
Zeit mehrfach gezeigt hat.
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DAS ANBAUGEBIET
Der
Rheingau war bis 1913 zusammen mit der Mosel ganz vorn im
Vergleich der Weißwein-Gebiete weltweit. In den vergangenen
zehn Jahren kam wie an der Mosel auch im Rheingau eine breite
Qualitätsinitiative, die den zwischenzeitlichen Abstieg zu
geringeren Qualitäten ausglich - und in jüngster Zeit wieder für
positive Schlagzeilen sorgt. Dass parallel dazu eine eigene
Rheingau-Flasche eingeführt wurde, nämlich die dunkelblaue und
höchst ungewöhnliche Karaffenflasche, war wohl eher
Begleiterscheinung. Dass aber die Weingüter des VDP (Verband
Deutscher Prädikatsweinerzeuger) und die Rheingauer Qualitätsvereinigung
„CHARTA“ sich zusammenschlossen und damit rund ein Drittel
des Rheingauer Weinbaues - und fast die gesamte Qualitätsspitze
- repräsentieren, war eine vernünftige Entscheidung. Dieser
Zusammenschluss ist gleichzeitig die solide Basis weiterer
Qualitätsentwicklung und -vermarktung.
DIE
REBSORTE
“Good
hock keeps of the doc”. Mit dem guten „Hock“, der
angeblich den Doktor verzichtbar macht, war der
Rheingau-Riesling gemeint. Zu Königin Viktorias Zeiten hatte
der englische Hof enge Beziehungen zu Hochheim im Rheingau, und
mit der englischen Vereinfachungstechnik wurde aus dem gesamten
Rheingau-Riesling sehr schnell das verballhornte Hochheim, also
„Hock“. Damals wie heute war und ist dieser Riesling weniger
säurebetont als die Kollegen von der Mosel, gilt von daher als
eher "elegant" denn "rassig" und ist in
seinen besten Qualitäten mit einem ausgewogenen Süße-Säure-Spiel
höchst finessenreich.
DER WEIN
Er
ist noch frisch und jung für diese Qualitätsstufe, steht
kristall-klar hell im Glas und duftet fein nach gelben Früchten.
Im Geschmack kehren sie wieder, diese Früchte, Maracuja zum
Beispiel, Aprikose, verbunden mit feiner Fruchtsäure und viel
Frische und viel Schmelz von eleganter Restsüße. Dazu ein
deutlicher Geschmacksakzent von Akazienhonig. Dass ein solcher
Wein nur mit 8,5 % vol. Alkohol ausgestattet ist, also als äußerst
leicht gelten darf, müsste eigentlich als eines der
Welt-Weinwunder Furore machen.
SPEISEEMPFEHLUNG
Diese feine Leichtigkeit lässt ihn jedenfalls als
appetitmachenden Aperitif ebenso geeignet erscheinen wie „als
der Wein, den man an einem langen Abend nach dem Essen und in fröhlicher
Runde trinkt“. Dass er sicherlich auch einige Desserts von
eleganter Süße wunderbar begleitet - Aprikosentarte zum
Beispiel -‚ sei ebenso erwähnt wie die Eignung zu milden
Wildpasteten.
BEZUGSQUELLE
ÜBER:
Er ist direkt beim Weingut zu beziehen:
Weingut Klaus-Peter Kessler
Heimatstraße 18
65344 Martinsthal
Telefon: 0 61 23 / 7 12 35
Telefax: 0 61 23 / 7 53 61
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