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Champagner

Clos du Joncuas 1995
Gigondas - authentisch und erfolgreich

Clos du Joncuas 1995

Der Vater, Fernand Chastan, erntet seine Trauben von elf Hektar Weinbergen des Familienweingutes in Gigondas. 

Der Ausbau der Weine aber wird von zarter Hand durchgeführt, denn für die Weinbereitung ist seine Tochter zuständig.

Für die hohe Qualität aber sorgt der Vater bereits im Weinberg: Mit einem Ertrag von nur 30 Hektoliter je Hektar und einer Vorliebe für alte Reben - insbesondere der hier typischen Sorte Grenache, die einen Anbauanteil von 80 Prozent hat. 

Das Gut wird übrigens zu 100 Prozent biologisch bewirtschaftet, die Chastans gehören dem ECOCERT-Verband an.

DAS ANBAUGEBIET
Gigondas ist ein Dorf von 600 Einwohnern, das an der Rhône liegt und 1200 Hektar Rebland bewirtschaftet. Sein nächster Nachbar hat sich mit kräftigen Weinen weltweit einen großen Ruf erworben: Châteauneuf-du-Pape. 

Dieser Ruf und die entsprechend große Nachfrage waren wohl auch der Grund dafür, dass Gigondas als unbedeutender Nachbar eher Offenwein zuliefern durfte - 1993 noch zum bescheidenen Preis von 3 DM pro Liter. Das hat sich inzwischen gewaltig geändert. Der größte Teil des Weins wird selbst gefüllt, und wenn überhaupt noch etwas offen zu verkaufen ist, dann nicht unter 40 Franc (12 DM).

Selbstvermarktung ist insbesondere für die Jungwinzer zu einem Riesenerfolg geworden. Die zahlreichen Vinotheken im Dorf sind ein Beweis dafür.

DIE REBSORTE
Die Grenache (mit vollem Namen "Grenache noir") ist die wichtigste Sorte Südfrankreichs. Sie wird auch in Spanien und Kalifornien angebaut, liefert im Roussillion intensive Dessertweine und in Kalifornien viele Rosés. Bei guter Reife erbringt sie intensive, häufig alkoholreiche und leider auch zu breite, zu schwere Weine. Spitzenwinzer des Dorfes vermeiden diese Entwicklung durch sorgfältige Lese auch bei den Verschnittsorten Mourvedre und Cinsault, wobei letztere zwar auch vollmundige Weine ergibt, aber auch eine gewisse Finesse.

DER WEIN
Eine dunkle Farbe dicht und satt im Glas mit leichten Lila-Reflexen. Beim Schwenken schöne "Kirchenfenster" am Glasrand. Schwarze Johannisbeere, Kirsche, ein wenig Kaffeeduft und Zimt im Bukett - im Geschmack noch zusätzlich durch einen kräftigen Akzent Bitterschokolade ergänzt. Insgesamt ein sehr nachhaltiger, herzhafter Wein mit langem Abgang, gut profiliert und keineswegs nach der gängigen Mode gemacht. 

SPEISEEMPFEHLUNG
Er schmeckt zu allen kräftigen Gerichten, die auch gut gewürzt sein dürfen, und ist sicherlich lange lagerfähig. 


BEZUGSQUELLE ÜBER:

Pelisande-Weine
Nonnenbach 8
88299 Leutkirch 
Telefon: 0 75 61 / 61 75
Telefax: 0 75 61 / 7 08 94

 
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