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Früher
trendy - heute fein
Sancerre
1996
Domaine Millet-Roger
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Ältere Weinfreunde
erinnern sich an die Modeweine, die nach dem Edelzwicker kamen: Da
war zunächst der Blanc de Blanc, von dem kaum einer der Käufer
wusste, dass es sich dabei schlicht um einen Massenwein handelte,
dessen Name nichts anderes aussagte, als dass der Wein aus weißen
Weintrauben gemacht sei.
Danach aber ging es qualitativ und natürlich auch im Anspruch
deutlich aufwärts, denn der Nachfolger - in der Menge deutlich
bescheidener - hieß „Sancerre“ und kam somit aus einem recht
kleinen Anbaugebiet.
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Mit dem
Trend begann der Boom und mit dem Boom zur Freude der Anhänger
dieser leichten Weine nicht der qualitative Abstieg, sondern
mittlerweile ein bemerkenswerter Qualitätsanstieg. Einer der
Winzer, die hierzu beigetragen haben, ist Franck Millet vom
Weingut Millet-Roger in Bué (Quartier de L'Eséville) in der
Region Cher nahe der Loire - er gehört dem Qualitätskreis „Les
Vignerons Associés“ an, der unter der Marke „Rouge &
Blanc“ vermarktet wird.
DAS
ANBAUGEBIET
"Sancerre" das sind 14 Gemeinden, deren gesamte Anbaufläche
in den 60er Jahren ganze 500 Hektar betrug, mit dem Boom aber kräftig
wuchs, sich bis 1980 verdreifachte und in den darauf- folgenden
Jahren bis heute noch etwa 700 Hektar zulegte. Damit sind jetzt
rund 2200 Hektar mit Reben bestanden - vorwiegend mit der
typischen Sancerre-Rebe, dem Sauvignon blanc.
DIE
REBSORTE
Sauvignon blanc gilt zwar als typische Weißweinkeltertraube
Frankreichs, ist aber in Wirklichkeit ein „Cosmopolit“, weil
sie nicht nur in Europa vom Atlantik bis zur Adria oder zum
Mittelmeer angebaut wird, sondern auch zunehmend in der „Neuen Welt“.
Hauptverbreitungsgebiet ist jedoch nach wie vor Frankreich und das
Gebiet Sancerre ist nur eines von rund 30 Departements, in dem die
Rebsorte angepflanzt wird. Sie liefert einen recht extraktreichen
feinen Wein mit exquisitem Bouquet (im Bordeauxgebiet zusammen mit
der Semillon-Rebe übrigens den berühmten „Sauternes“). Sie
gilt als feiner Begleiter für leichte Speisen, insbesondere für
Fische und Meeresfrüchte.
DER WEIN
Hell und sehr klar im Glas mit einem feinen, zarten, grünen Gelb.
Ein Duft von Zitrone und Birne. Citrus, Ananas und Birne, blumig
mit einem Akzent von leichtem Bitterstoff auch im Geschmack.
Fruchtig, insgesamt natürlich wirkend, appetitanregend und
hintennach ganz verblüffend ein Schmelz, wie ihn sonst nur Weine
mit deutlicher Restsüße ausweisen - tatsächlich ein herrlicher
Begleiter zu leichten Fischgerichten und Meeresfrüchten, aber
auch zu allen anderen feinen und leichten Gerichten, die in
Verbindung mit Reis denkbar sind, bis hin zur Paella und zum Hühnercurry.
Bleibt noch zu erwähnen, dass dieser 96er von Franck Millet einer
der großen Siegerweine des Sancerre ist: Er wurde ausgezeichnet
sowohl im Weinwettbewerb Paris als auch in dem von Macon und
ebenso von dem „Guide Hachette“ mit dem "Coup de concours
en 1996".
BEZUGSQUELLE ÜBER:
Internet:
www.rouge-blanc.com
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