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Champagner

Nobel! Vino Nobile

Dr. Federico Carletti
und der Aufstieg von Poliziano

1996er Vino Nobile di Montepulciano.

Der Vater hatte 1961 das Weingut Poliziano mit 22 ha. erworben, Sohn Federico Carletti erweiterte es bis heute auf über 200 Hektar.

In der Rückschau nennt er es "eine aufregende Zeit" - aufregend insofern, als er mit neuer Produktionsphilosophie und neuen Ideen "große Weine im Weinberg" entstehen lassen wollte.

Seine erste Maßnahme nach zwei, wie er es nennt, "Probeernten" war, optimal geeignete Reben auf optimalen Standorten einzusetzen.

Der zweite Schritt: Eine Produktionsbeschränkung durch rigorose Selektion des Erntegutes mit dem Ziel, auch in weniger glücklichen Jahren beste Weine zu erzeugen. 

Sein "Vigna Asinone" ist das Spitzenprodukt dieser Qualitätsphilosophie, die inzwischen von Burton Anderson, dem bekanntesten Weinkritiker der Toskana, äußerst positiv kommentiert wurde: "Dramatisch verbesserte Vino Nobile!"

DAS ANBAUGEBIET
Montepulciano liegt im Süden der Toskana, nördlich Orvieto. Einige Dörfer rundum - einige Dutzend Weinerzeuger - ein kleines Anbaugebiet mit einem großen Namen. Seit 1981 gibt es eine eigene Appellation, den feinen Namen schon länger. Der hat Klang und Melodie, die Weine aber verdienen keineswegs automatisch die großartige Bezeichnung: Nicht alle sind wirklich "nobel". 

Die Weinberge in diesem malerisch bergigen Land bieten sicherlich die Chance, Spitzenprodukte zu erzeugen, beim "Nobile" ist jedoch die Kunst des Winzers in hohem Maße vor und nach der Lese gefragt. Er ist nicht nur Ergebnis von Boden und Klima, Auswahl der Reben und Sorgfalt bei der Lese, sondern auch von der Feinfühligkeit des Kellermeisters beim Verschneiden der verschiedenen Rebsorten.

DIE REBSORTEN
Ähnlich wie sein nördlicher Vetter, der Chianti Classico, wird der "Nobile" üblicherweise aus vier Rebsorten verschnitten. Den größten Anteil (50-70 %) liefert meist die "angenehme Prugnolo" ("Prugnolo Gentile"), eine Rotweinsorte, die gemeinhin unter dem etwas weniger klangvollen Namen "Sangiovese" bekannt ist. Weitere 10 bis 20 % Cuvée-Anteil kommen aus der roten Canaiolo. 

Schließlich werden zur Komposition auch noch Weißweinsorten verwendet, die einen Beitrag zum Geschmacksbild liefern, der Farbe des Weins jedoch offensichtlich keinen Abbruch tun.

DER WEIN
Ein klassischer Rotwein, wunderbar im Glase anzuschauen mit seinem herrlich dunklen Rubinrot und seinen schwarzen Reflexen. Ebenso klassisch im Duft: Tabak und Schokolade, Schwarzkirsche und ein Hauch von Veilchen. Stoffig ist er auf der Zunge und am Gaumen, Tannin spürt man, dunkle Früchte sind zu schmecken und wieder Bitterschokolade. 

SPEISEEMPFEHLUNG
Zu Wild, das traditionell zubereitet ist, passt er hervorragend, insbesondere nach einigen Jahren Lagerung. 

ENTWICKLUNGSFÄHIGKEIT
Reifefähigkeit sicherlich noch in den nächsten fünf Jahren. (Geschätzte Lagerfähigkeit: zwanzig Jahre) Ein großartiger Wein hinter einem anspruchsvollen und schönen Etikett - und aus einem guten Jahrgang. 


BEZUGSQUELLEN ÜBER:
Weinhaus Henninger
Weinstraße 93
67169 Kallstadt/Pfalz
oder 
Selection Henninger Import
Gautinger Straße 10
82061 Neuried bei München

 
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