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Ein
„Bordeaux“
aus Portugal
Primum VR 1997
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Fonseca ist einer der großen
klangvollen Namen in der Weinwelt Portugals - voll ausgeschrieben:
José Maria da Fonseca. Das Traditionshaus wurde 1834 gegründet,
ist also über 150 Jahre alt und jetzt in der siebten Generation
immer noch bei der Gründerfamilie.
Die Fonsecas sind für ihre edelsüßen Muskatweine berühmt
geworden, inzwischen aber auch auf dem Gebiet der trockenen Weine
sehr erfolgreich. Die besten werden auf einzelnen Gütern -
Quintas - aus eigenem Rebgut erzeugt. Fünf davon besitzt Fonseca,
und alle arbeiten individuell mit vergleichsweise sehr geringen
Mengen.
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Einer dieser so mit der
Experimentierfreude der Kellermeister entstandenen Weine ist der
„Primum“ ganz offensichtlich ein gekonntes Produkt, das
Tradition mit moderner Technik (Aromenausbeute, Fruchtigkeit)
verbindet
DAS ANBAUGEBIET
Das Anbaugebiet Setubal
liegt südlich von Lissabon auf einer Halbinsel namens Arrabida.
Ursprünglich war diese Region eine Domäne des Moscatel und
brachte unter dem Namen „Moscatel de Setubal“ berühmte
Weine hervor. Inzwischen hat sich der Publikumsgeschmack
gewandelt, und die Rebfläche von mehr als 10000 Hektar ist fast
durchweg mit Rotweinreben bestanden, von denen einige
mittlerweile im internationalen Wettbewerb mithalten können. (Übrigens
ist die Weinfirma José Maria da Fonseca, deren Rotwein hier
vorgestellt wird, heute nahezu der einzige Erzeuger des berühmten
Süßweines Moscatel de Setubal.)
DIE
REBSORTE
Der „Primum“
ist eine Mischung aus 50 % Touriga nacional und
50 % Touriga francesca. Erstere ist die beste Rebsorte für die
Portweinerzeugung, also für jene Weine, durch die Portugal
bekannt geworden ist, und auch die Touriga francesca wird bei
der Portweingewinnung mit verwendet. Hier jedoch erbringen sie
einen vom klassischen - aufgespritzten - Portwein des
Douro-Gebietes nicht nur durch den viel niedrigeren
Alkoholgehalt unterscheidbaren Wein eher mit
„Bordeaux-Profil“.
DER
WEIN
Eine
deutliche Bordeaux-Verwandtschaft, die offensichtlich auf den
Ausbau im Holzfass zurückzuführen ist. Da gibt es merkliche
Vanille- und Holztöne. Dazu aber intensive Frucht, wie sie beim
Bordeaux-Wein eher selten ist. Schwarze Johannisbeeren sind
schmeckbar und auch im Duft vorhanden, dazu - wiederum
bordeaux-typisch - Geranienduft. Der Wein sollte dekantiert
werden und entfaltet dann sein volles Aroma, und zwar bei
Raumtemperatur. Er passt mit seinen reifen Fruchtsäuren und den
Akzenten nach dunkler Kirsche, schwarzen Johannisbeeren und
Brombeeren sehr gut zu kräftigem Grillfleisch, zu Lamm und
milden Käsen. Seine herrlich dunkle, dichte Farbe mit einem
intensiven Rubinrot und Brombeerfarben-Spiel, zusammen mit einem
ungewöhnlichen Etikett (die Schrift ist auf der Flasche in Längsrichtung
des Etiketts zu lesen), garantieren auch optisch einen
interessanten Weingenuss.
BEZUGSQUELLE ÜBER:
Weinkontor
Freund
Brüggenkamp 10
33775 Versmold
Telefon: 0 54 23 / 9 45 20
Telefax: 0 54 23 / 9 45 2-52
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